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V3454 Anlage B - III-O12 - 5Ä-19122011

                                    
                                        Anlage

5. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III / O 12

B

- Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung

B2

1.

Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung

1.1

Methodik

Vorbemerkungen
Rahmen gebend für die in der Umweltprüfung zu prüfenden Auswirkungen und
Umweltschutzbelange sind die Vorgabe des § 2 Abs. 4 Satz 1 BauGB sowie der § 1 Abs. 6 Nr. 7
und § 1 a BauGB. In der Umweltprüfung sind demnach folgende Auswirkungen der Planung zu
prüfen:


umweltbezogene Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit sowie die
Bevölkerung insgesamt



Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungsgefüge
zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt



umweltbezogene Auswirkungen auf Kulturgüter und sonstige Sachgüter



Wechselwirkungen zwischen diesen Schutzgütern.

Bei der Umweltprüfung sind zudem folgende, vom Gesetzgeber ausdrücklich benannte,
Umwelt-aspekte zu berücksichtigen:


sparsamer Umgang mit Grund und Boden (Bodenschutzklausel des § 1 a Abs. 2 S. 1
BauGB); Vorrang der Innenentwicklung; Umwidmungssperrklausel des § 1 a Abs. 2 S. 2
BauGB



Erhaltungsziele und Schutzzweck der FFH-Gebiete und der europäischen
Vogelschutzgebiete (§ 1 Abs. 6 Nr. 7 b und § 1 a Abs. 4 BauGB)



Eingriffsregelung (§ 1 a Abs. 3 BauGB)



Vermeidung von Immissionen sowie sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern
(§ 1 Abs. 6 Nr. 7 e BauGB)



Nutzung erneuerbarer Energien sowie sparsame und effiziente Energienutzung
(§ 1 Abs. 6 Nr. 7 f BauGB)



Darstellungen von Landschaftsplänen sowie sonstigen umweltrechtlichen Fachplänen;
insbesondere des Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrechts
(§ 1 Abs. 6 Nr. 7 g BauGB)



Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in bestimmten Belastungsgebieten
(§ 1 Abs. 6 Nr. 7 h BauGB).

Diese zusätzlichen Aspekte werden in dem notwendigen Umfang bei der Prüfung der o.g.
Um-weltauswirkungen abgehandelt.
Gemäß § 2 BauGB konzentriert sich die Umweltprüfung auf die Ermittlung und Bewertung der
voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen. Hinsichtlich der Prüfdichte kann sich die
Umweltprüfung somit auf die Schutzgüter und Umweltaspekte beschränken, auf die sich der Plan
erheblich auswirken kann.

B3

Für die Bestimmung der Prüfungsdichte ist außerdem auch die Vorgabe des § 2 Abs. 4 Satz 3
BauGB wichtig. Danach bezieht sich die Umweltprüfung auf das, "was nach gegenwärtigem
Wissensstand und allgemein anerkannten Prüfmethoden sowie nach Inhalt und
Detaillierungsgrad des Bauleitplans angemessenerweise verlangt werden kann“.

1.2

Untersuchungsinhalte der Umweltprüfung zur 5. Änderung des Bebauungsplanes
Nr. III / O 12

Schutzgut

Teilschutzgut

Untersuchungsumfang

Menschen

Immissionsschutz

Von der geplanten gewerblichen Nutzung gehen relevante
Immissionen aus. Die Immissionsauswirkungen des geplanten
Gewerbes werden im weiteren Verfahren untersucht.

Erholung

Der vorhandene öffentliche Grünbereich steht derzeit für eine
Erholungsnutzung zur Verfügung. Durch die Änderung des
Bebauungsplanes sollen die öffentlichen Grünflächen lediglich
verlagert und die Wegeverbindungen erhalten werden. Im Zuge
der Änderung des Bebauungsplans sind daher keine
Beein-trächtigungen des Schutzgutes Menschen, Teilschutzgut
Er-holung zu erwarten.

Tiere und Pflanzen /
biologische Vielfalt

Boden

Wasser

Im Rahmen der Umweltprüfung erfolgt eine
Biotoptypenkar-tierung für das Plangebiet und eine Bewertung
der Eingriffe in Natur und Landschaft. Vorhandene
Informationen zur Fauna werden ausgewertet. Für das
Vorhaben wird eine Artenschutz-prüfung durchgeführt.
Altlasten

Altlasten sind innerhalb des Plangebietes nicht bekannt.

Bodenschutz

Die Verbreitung natürlicher Böden ist vor dem Hintergrund der
ehemaligen Nutzung nicht anzunehmen. Dieser Sachverhalt
wird im Rahmen der Untersuchungen überprüft. Es erfolgt
daher auf Basis der einschlägigen Literatur sowie der sonstigen
verfügbaren Daten eine Bestandsaufnahme und Wertanalyse
ggf. vorhandener natürlicher Böden im Plangebiet.

Grundwasser

Beeinträchtigungen des Teilschutzgutes Grundwasser sind
durch die Änderung des Bebauungsplans nicht zu erwarten.
Das Teilschutzgut wird daher nicht vertiefend untersucht.

Oberflächenwasser

Oberflächengewässer werden durch das Vorhaben nicht
tangiert. Eine Beeinträchtigung des Teilschutzgutes ist daher
nicht zu erwarten. Das Teilschutzgut wird nicht vertiefend
untersucht.

Niederschlagswasse
r

Da die Flächen an das vorhandene Regenwassernetz
angeschlossen ist, erfolgt keine Untersuchung der
Versickerungsfähigkeit des Untergrundes für
Niederschlags-wasser.
Klima

Die Karte der klimatischen Schutzzonen weist dem Plangebiet
keine Klimaempfindlichkeit zu.
Im Rahmen der Umweltprüfung sind die Auswirkungen der
geplanten Nutzung auf die klimatische Situation abzuschätzen.

B4

Landschaft

Das Plangebiet grenzt im Süden an den landschaftlich
geprägten Grünzug, der für die Erholung von besonderer
Bedeutung ist. Auswirkungen auf das Landschaftsbild
können daher nicht ausgeschlossen werden.

Kultur- und Sachgüter

Im Plangebiet befinden sich keine unter Denkmalschutz
stehenden Objekte.
Eine vertiefende Betrachtung des Schutz-gutes erfolgt nicht.