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V10603 III Hi 12 1ae Anlage A3 Auswertung erneute Offenlage

                                    
                                        Anlage

A3

1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12
„Wohngebiet Auf der Breede“
-

Auswertung der Stellungnahmen aus der erneuten Offenlage gemäß
§§ 3 (2) BauGB

Stand: Satzung; März / 2020

STADT BIELEFELD
1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12
„Wohngebiet Auf der Breede“

Stadtbezirk:

Stieghorst

Plangebiet:

Teilbereich östlich der Fredeburger Straße, südlich Lipper
Hellweg, westlich der Selhausenstraße

Auswertung der Stellungnahmen aus der erneuten Offenlage gemäß
§§ 3 (2) BauGB
Verfahrensstand: Satzung
Verfasser:
Stadt Bielefeld Bauamt – 600.52
Drees & Huesmann  Planer

Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld

A3 - 1

Gestaltungsplan (ohne Maßstab)
Stand: Entwurf, April / 2019

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

A3 - 2

Legende: Gestaltungsplan

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

A3 - 3

Nutzungsplan (ohne Maßstab, farbig)
Stand: Entwurf, April / 2019

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

A3 - 4

1.

Auswertung der Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit
gemäß § 3 (2) BauGB
zum Entwurf der 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 „Wohngebiet Auf der
Breede“

Von der Öffentlichkeit sind im Rahmen der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB in
der Zeit vom 24.01.2020 bis einschließlich 24.02.2020 folgende Stellungnahmen von Bürgern eingegangen:
Lfd.
Nr.

A)

1

Stellungnahmen (Anregungen, Hinweise)
Einwender, Datum
(in inhaltlicher Zusammenfassung)

Abwägungsvorschlag der Verwaltung

Stellungnahmen von Einwendern angrenzend bzw. im direkten Umfeld des Plangebiets
Anwohner/in der Selhausenstraße nördlich
des Plangebietes
Schreiben vom 09.01.2020
Die Einwendenden beantragen für die Erstellung der Einzelhäuser Typ Flachdach auf dem
Flurstück 103 analog zu dem Flurstück 104 drei
Vollgeschosse. In der Fassung vom Februar
2018 wäre hier eine Dreigeschossigkeit vorgesehen gewesen.
Der topographische Verlauf ihres Grundstücks
sei ähnlich dem des Flurstücks 104. Ein Vermessungsbüro sei bereits mit der Höhenaufnahme des Grundstücks beauftragt.
Die Höhenangaben auf dem Flurstück 103 seien im Nutzungsplan nur Mittelwerte und spiegelten den tatsächlichen Geländeverlauf nicht
wider.

Im nordwestlichen Bereich des Plangebietes
soll gegenüber dem heutigen planungsrechtlichen Bestand neben Gebäuden mit geneigten Dächern auch der Gebäudetyp des
Stadthauses zugelassen werden können
(WR 3). Aufgrund der räumlichen Nähe und
Ausrichtung zum geplanten Ensemble ist
das Gesamterscheinungsbild bzw. die Wirkung eines Gesamt-Ensembles in diesem
Bereich noch gegeben.
Da in diesem Bereich allerdings das Gelände ein weniger starkes Gefälle gegenüber
dem südlichen Bereich aufweist - dies hat
auch das Höhenaufmaß des Einwenders
gezeigt - (rd. 1 m Gefälle auf 10 m), besteht
hier nicht die Notwendigkeit den Eingangsbereich der Gebäude als Untergeschoss
ähnlich eines Kellergeschosses teilweise in
den Hang zu bauen. Daher sind in diesem
Bereich lediglich zwei Vollgeschosse zulässig, sodass ein drittes Geschoss über dem
zweiten Vollgeschoss zwingend als NichtVollgeschoss gem. § 2 (5) auszuführen ist,
sprich mit maximal 40 % der Grundfläche
des darunterliegenden Geschosses.
Aufgrund der differenzierten Topografie im
Plangebiet, welches sowohl ein West-Ostals auch ein Süd-Nord-Gefälle aufweist,
kann der festgesetzte untere Bezugspunkt
zum Zwecke der niveaugleichen Erstellung
der Gebäude-Bodenplatte mit der Planstraße bis maximal 0,50 m unterschritten werden. Mit dieser Festsetzung wird bei der
späteren tatsächlichen Positionierung der
Gebäude ein gewisser Spielraum eingeräumt, um auf die tatsächlichen Geländeverhältnisse vor Ort reagieren zu können.
Gleichzeitig soll die Spanne hier nicht zu
weit gefasst werden, um den geplanten
Ensemble-Charakter im Plangebiet durch
zu große Höhenversprünge zwischen den
einzelnen Gebäuden nicht zu gefährden.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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Um im Rahmen der Baugenehmigungsplanung einen weiteren Spielraum bei der
Positionierung der Gebäude zu ermöglichen, können geringfügige Abweichungen
ausnahmsweise zugelassen werden. Dabei
wird in der Ausnahmeregelung unmittelbar
auf die Berücksichtigung des ausreichenden Nachbarschutzes hingewiesen, was
sich auf eine im Plangebiet mögliche Unterschreitung der bauordnungsrechtlich geregelten Abstandsflächen bzw. auf eine mögliche Verschattung bezieht.
Der Anregung wird nicht gefolgt.

2

Anwohner/in der Selhausenstraße südöstlich des Plangebietes
Schreiben vom 20.02.2020
Die Einwendende spricht ihre Enttäuschung
über die Nichtbeachtung ihrer Bedenken seitens des Bauamtes und der Bezirksvertretung
Stieghorst aus.
Zufahrt zum Grundstück
Für die Einwendende ist weiterhin nicht geklärt,
ob die Standsicherheit beider Stützmauern
gewährleistet ist. Ihre Zweifel dazu, habe sie
bereits im Schreiben vom 11.07.2019 (siehe
Anlage A2, Seite A2 - 4, Lfd. Nr. 1) erläutert.
Im Januar musste die Einwendende für eine
Kanalspülung eine Firma anfordern. Der Spülwagen musste rückwärts zu ihrem Grundstück
fahren. Auf halber Strecke war dem Fahrer die
Weiterfahrt zu schwierig. Die Einwendende geht
davon aus, dass diese Zufahrt eine Belastung
mit schweren Baufahrzeugen nicht aushält. Da
ihr der Name des Investors nicht mitgeteilt wurde, trage sie allein das Risiko der Erreichbarkeit
zu ihrem Grundstück, wenn Schäden an der
Zufahrt auftreten.

Die geplante Erschließung des Plangebietes
wurde in Abstimmung mit dem Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld erarbeitet. Diesseits
wurde bestätigt, dass die Befahrbarkeit der
Zuwegung mit der vorhandenen Stützmauer
grundsätzlich auch für Schwerlastverkehr
möglich sei. Voraussetzung hierfür ist ein
Ausbau der privaten Erschließung im unteren Straßenabschnitt (Bereich der Stützmauer) auf mind. 3,50 m Breite. Um die
Umsetzung sicherzustellen wird ein entsprechender Erschließungsvertrag zwischen der
Stadt Bielefeld und dem Projektentwickler
geschlossen. Zudem ist vor Beginn von
Bau- und Erschließungsarbeiten eine Bestandsaufnahme der Stützwand an der Selhausenstraße als Beweissicherung durchzuführen, da die Verkehrsfläche oberhalb der
Stützwand eine erhebliche Mehrbelastung
durch Schwerlastverkehr während der Bauphase erfährt. Die Durchführung des Beweissicherungsverfahrens wird vom Amt für
Verkehr der Stadt Bielefeld veranlasst. Die
Kosten für die Beweissicherung sowie die
Instandsetzung bei eventuellen Schäden hat
der Projektentwickler zu tragen, was ebenfalls im Erschließungsvertrag festzuhalten
ist. Sollte es zu einer Beschädigung der
Stützmauer kommen, die eine Befahrbarkeit
nicht weiter zulässt und eine Sanierung erfordert, so hat der Verursacher/ Projektentwickler geeignete Alternativen temporär für
die Erschließung zu erbringen. Eine Möglichkeit kann die Erschließung über die
nordwestlich gelegenen Flurstücke 2596
und 103 darstellen. Voraussetzung hierfür
ist die Zustimmung der Grundstückseigentümer.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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Geplantes Baugrundstück laut Bebauungsplanentwurf oberhalb des Grundstücks der Einwendenden
In diesem Bereich kann der Investor entscheiden, ob er zwei Einzelhäuser oder ein AchtFamilienhaus bauen will. Für die Einwendende
ist nicht ersichtlich, warum ausgerechnet hier
ein so großes Bauwerk möglich ist. In einem
großen Umfeld gibt es nur Ein- und Zweifamilienhäuser.
Für die Einwendende wurden bisher nur die
Wünsche der Investoren berücksichtigt. In keinem Punkt seien ihre Belange berücksichtigt
worden.

Nach Ratsbeschluss vom 17.11.2016 bzw.
25.06.2016 sind bei investorenbezogenen
Baulandentwicklungen grundsätzlich 25%
der vorgesehenen Wohneinheiten im Rahmen des öffentlich geförderten sozialen
Mietwohnungsbaus mit langfristiger Mietbindung vorzusehen. Diese sollen nach Möglichkeit in mehrgeschossigen Mehrfamilienhäusern realisiert werden. Dieser Beschluss
unterstützt eine nachhaltige Stadtentwicklung, die das Leitbild der sozialen Mischung
beinhaltet. Der soziale Wohnungsbau wird
dadurch gleichmäßig über das Stadtgebiet
verteilt, statt ihn an einer Stelle konzentriert
vorzusehen. Darüber hinaus werden alle
Marktteilnehmer/ -innen gleichbehandelt, da
jeder Bebauungsplan von der Beschlusslage
betroffen ist. Zum vorliegenden Bebauungsplan hat der Stadtentwicklungsausschuss
am 17.04.2018 den Grundsatzbeschluss
nochmals bestätigt und beschlossen, dass
die 25 %-Quote für öffentlich geförderten
sozialen Wohnungsbau einzuhalten ist.
Zur Entwurfsfassung des Bebauungsplanes
wurde daher die Möglichkeit zur Errichtung
eines Mehrfamilienhauses mit aufgenommen, innerhalb dessen bis zu acht Wohnungen errichtet werden können, die den Kriterien des geförderten Wohnungsbaus entsprechen. Es wird dabei bewusst keine
zwingende Vorgabe zur Errichtung eines
Mehrfamilienhauses festgesetzt, da es dem
privaten Projektentwickler zu überlassen ist,
ob der erforderliche Anteil an sozial geförderten Wohnraum im Geschosswohnungsbau oder in Form von Mieteinfamilienhäusern zur Verfügung gestellt wird. Im Einzelfall kann auch die Eigentumsförderung für
selbstnutzende Antragsteller genutzt werden.
Mit der Lage des möglichen Mehrfamilienhauses soll sich dieses möglichst in die vorhandene Siedlungsstruktur integrieren. Eine
südlichere, exponiertere Lage zum Landschaftsraum hin hätte eine stärkere Beeinträchtigung des Ortsrandsbildes zur Folge.
Kritik und Bedenken werden zur Kenntnis
genommen. Die Kritik zum möglichen
Mehrfamilienhaus wird aus genannten
Gründen zurückgewiesen, bezüglich der
Bedenken zur geplanten Erschließung
wird auf den Erschließungsvertrag verwiesen.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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3

Anwohner/in der Selhausenstraße, nördlich
des Plangebietes
Schreiben vom 24.02.2020
Der Einwendende bittet darum, ergänzend zu
seiner Stellungnahme vom 22.07.2019 (siehe
Anlage A2, Seite A2 - 5, Lfd. Nr. 2) noch folgende Anregungen zu berücksichtigen:
Bei einer zukünftigen Bebauung seines Grundstücks, der Flurstücke 2654 und 2655, ist seines Erachtens eine ausreichende Belichtung
nicht gegeben. Laut DIN 5034-1 muss am 17.
Januar für einen Wohnraum mindestens eine
Stunde Sonneneinstrahlung gegeben sein.
Aufgrund der topographischen Verhältnisse
wäre dies bei der geplanten Bebauung mit den
Stadthäusern nicht gegeben. Bei einer Bebauung nach dem geltenden Bebauungsplan wäre
eine ausreichende Sonneneinstrahlung erreichbar, da ein Satteldachhaus mit Nord-SüdAusrichtung im vorgesehenen Baufenster eine
wesentlich geringere Verschattung verursachte. Bei der Planung der Stadthäuser auf dem
Flurstück 103 sind seines Erachtens nach,
seine nachbarlichen Belange nicht ausreichend gewürdigt. Deshalb sollte die Ausweitung der Bebauungsplanänderung auf das
Flurstück 103 nicht erfolgen.

In einem bebauten Gebiet kann und muss
damit gerechnet werden, dass Nachbargrundstücke innerhalb des durch das Bauplanungs- und das Bauordnungsrecht vorgegebenen Rahmens baulich ausgenutzt
werden und es durch eine Bebauung zu
einer Verschattung des eigenen Grundstücks bzw. von Wohnräumen kommt. Nach
DIN 5034-1 gilt zur Tag- und Nachtgleiche
eine Mindestbesonnungsdauer von vier
Stunden und für die Wintermonate von einer
Stunde als ausreichende Besonnung. Eine
Wohnung gilt als „gut besonnt“, wenn Wohnund Kinderzimmer am 21. Dezember zwei
Stunden besonnt werden. Um die Verschattungswirkungen auf das nördlich angrenzende Grundstück zu prüfen wurde eine
Verschattungsstudie erstellt und der Planbegründung zum Bebauungsplan beigefügt
(Anlage C, Seite C 24, Kapitel 10.10 „Verschattung“). Der Verschattungssimulation ist
zu entnehmen, dass diese Werte unter Berücksichtigung der geplanten Bebauung
erreicht werden. Eine nicht hinnehmbare
Verschattung der Nachbargrundstücke kann
somit nicht festgestellt werden.
Der Anregung wird nicht gefolgt.

Falls der Ausweitung der Bebauungsplanänderung auf das Flurstück 103 doch stattgegeben
würde, habe der Einwendende noch folgende
Anregungen bzw. sind ihm noch Unstimmigkeiten aufgefallen:
Einer möglichen Bebauung mit den Einzelhäusern mit Flachdach auf dem Flurstück 103
wurde nur in die Änderung des Bebauungsplanes aufgenommen, weil dadurch die Wirkung
eines Gesamt-Ensembles gegeben wäre. Allerdings orientiert sich die Bebauung des Flurstücks 104 nach Osten, auf dem Flurstück 103
wäre auch eine Bebauung im westlichen Teil
möglich. Diese mögliche Bebauung im westlichen Teil des Grundstücks erscheint mir in
diesem Zusammenhang nicht schlüssig, da
dadurch diese Ensemble-Wirkung nicht mehr
gegeben wäre. Eine Verkleinerung des Baufensters, sprich einen größeren Grenzabstand
zur Westgrenze, analog zu dem Flurstück 104,
wäre nach Erachten des Einwendenden städtebaulich angemessen.

Das nach Westen hin größere Baufenster
auf dem Flurstück 103 ist durch das geringere West-Ost-Gefälle zu erklären. Auf dem
Flurstück 104 liegt im Westen der Grundstücke ein so starkes Gefälle vor, dass eine
Bebauung entweder sehr tief in den Hang
gegraben werden müsste oder sehr viel
höher als die restlichen Gebäude liegt. Diese starke Hanglage ist auf dem Flurstück
103 nicht gegeben und ermöglicht so ein
größeres Baufenster. Außerdem soll im
Sinne der Nachverdichtung eine höhere
Ausnutzbarkeit ermöglicht werden. Gleiches
gilt hier im Vergleich zum ursprünglichen
Bebauungsplan auch bei der angehobenen
Traufhöhe im Falle eines geneigten Daches.
Der Anregung wird nicht gefolgt.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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Im Bereich der Flurstücke 103, 1773 und 1774
sind die Höhenpunkte in Metern über Normalhöhennull (NHN) zur Berechnung der unteren
Bezugspunkte für die Ermittlung der Höhe
baulicher Anlagen ohne Nachkommastellen
angegeben, beim Flurstück 104 sind sie dagegen mit zwei Nachkommastellen angegeben.
Dies legt die Vermutung nahe, dass die Höhenpunkte bei den Flurstücken 103, 1773 und
1774 nur geschätzt und nicht vor Ort gemessen wurde. Wie sich dieser ungenaue Höhenpunkt gerade auf das nördliche Stadthaus auf
dem Flurstück 103 auswirkt, kann man in beiliegender Zeichnung sehen. Wenn sich, wie im
Gestaltungsplan vorgeschlagen, das Gebäude
eher nach Osten orientiert, läge die Gesamthöhe des Gebäudes bei etwa 12 Meter. Diese
Höhe überschreitet demnach die zulässige
Gesamthöhe deutlich. Eine Korrektur des Höhenpunktes auf einen tatsächlich gemessen
Wert ist daher unumgänglich. Dabei ist die
Lage des Baufensters zu berücksichtigen.
Falls dem Vorschlag einer Verkleinerung des
Baufensters nicht gefolgt werden würde, müssten mehrere Höhenpunkte maßgeblich sein,
damit die zulässige Gesamthöhe, bezogen auf
den natürlichen Bodenverlauf, nicht überschritten wird.
Anlage des Einwendenden

Für Flurstück 104 wurden die Unteren Bezugspunkte aufgrund der starken Topografie so gewählt, dass die geplanten Baukörper, die mit ihren schmalen Grundrissen in
den Hang gebaut werden, umsetzbar sind.
Hierfür wurden bereits konkrete hochbauliche Entwürfe zugrunde gelegt. Da das
Flurstück 103 geringere Höhenunterschiede
als das Flurstück 104 aufweist, wurde hier
zunächst aus den Höhenpunkten der DGM
(Digitales Geländemodell) ein Mittelwert
festgesetzt.
Um auf die tatsächlichen Geländeverhältnisse vor Ort reagieren zu können, wurde in
den textlichen Festsetzungen ein gewisser
Spielraum bei der späteren tatsächlichen
Positionierung der Gebäude eingeräumt.
So kann der festgesetzte untere Bezugspunkt zum Zwecke der niveaugleichen Erstellung der Gebäude-Bodenplatte mit der
Planstraße bis maximal 0,50 m unterschritten werden.
Um hier gegenüber dem Einwendergrundstück eine verlässliche Festsetzung gewährleisten zu können, wurden nun auch für
diesen Bereich konkrete hochbauliche Entwürfe angefertigt. Diese kommen zu dem
Ergebnis, dass für ein Gebäude südlich
angrenzend zum Einwendergrundstück die
Gebäude-Bodenplatte auf 163,62 m ü. NHN
zu errichten wäre. Dies entspricht dem vorgesehenen Spielraum.
Die vom Einwender beigefügte Zeichnung
wird dem tatsächlichen Geländeverlauf in
Bezug auf den festgesetzten Unteren Bezugspunkt nicht gerecht.
Um im Rahmen der Baugenehmigungsplanung einen weiteren Spielraum bei der
Positionierung der Gebäude zu ermöglichen, können geringfügige Abweichungen
vom unteren Bezugspunkt ausnahmsweise
zugelassen werden. Dabei wird in der Ausnahmeregelung unmittelbar auf die Berücksichtigung des ausreichenden Nachbarschutzes hingewiesen, was sich auf eine im
Plangebiet mögliche Unterschreitung der
bauordnungsrechtlich geregelten Abstandsflächen bzw. auf eine mögliche Verschattung bezieht.
Der Anregung wird nicht gefolgt.

In der Begründung zur Änderung des Bebauungsplanes, Maß der baulichen Nutzung (6.2)
ist von einer maximalen Gebäudegröße von 7
x 12 m die Rede. In den textlichen Festsetzungen ist nur eine GFZ von 115 m² festgelegt. Da
die Gebäudebreite schon durch die Grundstücksbreite beschränkt ist, könnte sich auf
dem Flurstück 103 eine Gebäudelänge von

Für die angesprochene Bauvariante der
schmal geschnittenen Stadthäuser wird
eine maximale Grundfläche von 115 m²
festgesetzt. Diese orientiert sich an den
konkreten Grundrissen des Vorhabens
(7,00 m x 12,00 m) und berücksichtigt zudem die Möglichkeit zur Errichtung von im
baulichen Zusammenhang stehenden

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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über 16 m ergeben. Deshalb rege ich an, die
maximale Gebäudegröße in die textlichen
Festsetzungen aufzunehmen bzw. die maximale Gebäudetiefe auf dem Flurstück 103 über
ein kleineres Baufenster festzulegen.

überdachten Terrassen, Wintergärten u.ä.,
die in diesen Wert einbezogen werden
müssen.
Dass mit diesen Festsetzungen theoretisch
auf dem Flurstück 103 eine Gebäudetiefe
von bis zu 16 m möglich wäre, ist richtig.
Dieses Gebäudemaß ist jedoch nicht unüblich und findet sich so auch in der näheren
Umgebung, wie beispielsweise an der Fredenburger Str. 13 mit 10 x 18 m oder an der
Selhausenstraße 149 mit 12 x 15 m.
Der Anregung wird nicht gefolgt.

In den textlichen Festlegungen ist im Punkt
11.2 Abstandsflächen festgelegt, dass nur für
die Gebiete WR 1 und WR 2 eine von der
BauO NRW abweichende Tiefe der Abstandsfläche von 0,3 H gilt. Damit wäre für das Flurstück 103 festzuhalten, dass das oberste Geschoss nicht bündig mit der nördlichen Gebäudeaußenwand abschließen dürfte, um die erforderliche Abstandsflächentiefe von 0,4 H
einzuhalten.

Wie die Abstandsflächen eingehalten werden - ob im Staffelgeschoss bündig zur
nördlichen Außenwand oder nicht - ist dem
Bauherren überlassen. Maßgeblich ist hier,
dass die bauordnungsrechtlichen Abstandsflächen zum angrenzenden Grundstück
einzuhalten sind.

Außerdem ist ihm aufgefallen, dass bei der
Nutzungsschablone für den Typ Satteldachhaus die maximale Traufhöhe nicht mehr mit
4,5 Metern (siehe gültigen Bebauungsplan aus
dem Jahr 1994), sondern mit 6,5 Metern angegeben ist. Er vermutet hier einen Übertragungsfehler, da einerseits die Traufhöhe bei
der Dachneigung von 40° - 48° nicht passt,
andererseits wurde die Erhöhung der Traufhöhe auch nirgendwo begründet. Deshalb sollte
die Nutzungsschablone auf die Werte aus dem
gültigen Bebauungsplan korrigiert werden.

Die festgesetzte Traufhöhe ist kein Übertragungsfehler. Sie stellt, so wie auch die
Firsthöhe, einen Maximalwert dar, der eine
höhere Ausnutzung des Grundstücks ermöglicht, jedoch in Verbindung mit der festgesetzten Dachneigung von 40° - 48° die
Kubatur des Gebäudes in einer städtebaulich vertretbaren Größe halten soll. Durch
die Beibehaltung der Dachneigung ist entweder wie mit den bisherigen Festsetzungen zu bauen (also z.B. mit einer Traufhöhe
von 4,50 m) oder die Gebäude sind in Anlehnung an den südlich angrenzend geplanten Gebäudetyp ebenfalls mit einem
schmalen Gebäudegrundriss von 7m zu
errichten, wodurch eine hybride Form dieses Haustypus entsteht und ein städtebaulicher Kontext zwischen dem neu geplanten
Gebäudeensemble und dem heutigen Bestand hergestellt wird.

Somit bittet der Einwendende darum, als einzig
direkt von der Änderung des Bebauungsplanes
an der Südseite seines Grundstücks Betroffener, die Planung noch einmal zu überdenken
und seine Anregungen zu berücksichtigen.

Der Anregung wird nicht gefolgt.

Der Anregung wird nicht gefolgt.

Die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurden über die erneute Offenlage
informiert, es wurden allerdings keine erneuten Stellungnahmen eingereicht.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)