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Antrag Koalition zu Little Bird TOP 10

                                    
                                        Drucksachen-Nr.
8647/2014-2020

An die
Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses
Frau Regine Weißenfeld
Elternfreundlichere Nutzung von LITTLE BIRD
Sehr geehrte Frau Weißenfeld,
zu TOP 13 „Kostenbeteiligung DV-Verfahren LITTLE BIRD“ der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 15.05.2019 stellen wir folgenden Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit den in
Bielefeld vertretenen Trägern von Kindertageseinrichtungen verbindliche Vereinbarungen
zur Nutzung des Verfahrens Little Bird abzuschließen, die insbesondere sicherstellen, dass
 Eltern im Zuge der von Ihnen vorgenommenen Portalvormerkungen aktuelle Informationen zu z.B. Konzept, Öffnungszeiten, Anzahl der offenen Kita-Plätze und
erwarteter Art der Kontaktaufnahme verpflichtend erhalten,
 im Rahmen der Platzvormerkung erfragte Informationen im Hinblick auf ihre Notwendigkeit für das Verfahren überprüft werden,
 Eltern innerhalb eines angemessenen Zeitfensters über den Stand des Verfahrens
informiert werden,
 die Vergabe von mindestens 80 % der zu besetzenden Plätze bis zum 31.01.
eines Jahres erfolgt ist,
 Eltern in einer gewissen Frist mehrere Betreuungsangebote parallel bekommen
können (Zugriff aller Kita-Leitungen auf alle Bewerbungen, keine Sperrung einer
Anfrage bei Angebot einer anderen Kita) und
 die festgelegten Aufnahmekriterien der Kitas im LITTLE BIRD-Portal dargestellt
sind.
Begründung:
Das DV-Verfahren Little Bird ist nach Auskunft der Verwaltung programmtechnisch inzwischen soweit nachgebessert worden, dass es bei konsequenter Anwendung durch alle Träger die Kitaplatzsuche für Eltern erheblich erleichtern würde.
Der bisher nicht ausreichend standardisierte Umgang mit dem Verfahren durch die Träger
und Kitaleitungen sowie einzelne Details in dem für Platzvormerkungen genutzten Elternportal sorgen dafür, dass es von Elternseite nach wie vor kritische Rückmeldungen zur Kitaplatzvergabe in Bielefeld gibt. Daher setzen wir uns für eine elternfreundlichere Nutzung
von LITTLE BIRD ein.
Auch wenn nicht alle von Eltern bemängelte Aspekte im Zusammenhang mit dem Verfahren
Little Bird zu sehen sind, könnte die Kitaplatzsuche durch die Vereinbarung von „Nutzungsregeln“ verbessert werden.

Eltern wünschen sich u. a. umfassendere Informationen zum von der jeweiligen Kita praktizierten Verfahren der Platzvergabe (z.B. zentrale Infotage versus individuelle Vorstellungstermine für einzelne Familien).
Bezüglich der Portalvormerkung wird u. a. die Abfrage des Berufs der Eltern problematisiert.
Es besteht die Sorge, dass die Angabe des Berufes, aber auch der bewusste Verzicht auf eine
Angabe die Chancengleichheit bei der Platzvergabe beeinträchtigt.
Problematisch aus Elternsicht ist, dass es abhängig vom Zeitpunkt der Vormerkung häufig
über einen langen Zeitraum keine Rückmeldung zum Stand des Verfahrens gibt. Hier sollte
erreicht werden, dass Eltern darüber informiert werden, wann sie mit einer Entscheidung
rechnen können und ob eine Kontaktaufnahme durch sie erwartet wird.
Da ein fester Zusagetermin für alle zu vergebenden Plätze nicht praktikabel ist, sollten die
Träger verpflichtet werden, einen großen Anteil der Plätze bis zum 31.01. eines Jahres zu
vergeben. Eine frühzeitige Platzzusage erhöht die Planungssicherheit für die Eltern. Dabei
sollte es möglich sein, dass Eltern in einer gewissen Frist mehrere Betreuungsangebote parallel bekommen können.
Eltern wünschen sich mehr Transparenz bei den Aufnahmekriterien der Kitas. Daher sollten
diese im LITTLE BIRD-Portal für jede Kita einsehbar sein.

gez.
Stefan Pieplau
SPD-Fraktion

Gudrun Hennke
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Bielefeld, den 13.05.2019

Gordana Rammert
Ratsgruppe Bürgernähe/PIRATEN