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00-Nachtragsvorlage (Beschlussvorlage)

                                    
                                        Amt, Datum, Telefon

Drucksachen-Nr.

700 Eigenbetriebsähnl. Einrichtung Umweltbetrieb der Stadt
Bielefeld, 07.05.2012, 51-3773

4000/2009-2014/1

Beschlussvorlage der Verwaltung
Nachtragsvorlage

Diese Vorlage
ersetzt die Ursprungsvorlage.
ergänzt die Ursprungsvorlage.

Gremium

Sitzung am

Beratung

Betriebsausschuss Immobilienservicebetrieb

22.05.2012

öffentlich

Bezirksvertretung Mitte

24.05.2012

öffentlich

Beratungsgegenstand (Bezeichnung des Tagesordnungspunktes)

Ravensberger Park - Entwurfsplanung zur Umgestaltung der Eingangssituation im
Bereich der August-Bebel-Straße/Werner-Bock-Straße und des Spielbereiches
westlich des Wiesenbades
Betroffene Produktgruppe

11.13.01 Öffentliches Grün
Auswirkungen auf Ziele, Kennzahlen

Die Maßnahmen dienen der bedarfsgerechten Weiterentwicklung des Bielefelder Grünsystems.
Sie wirken sich auf die bereit zu stellenden Pacht- und Unterhaltungsmittel für die Grünflächen
aus.
Auswirkungen auf Ergebnisplan, Finanzplan

Investitionskosten: ca.306.205,35 €
Reduzierung der Folgekosten Grünunterhaltung - 358,00€ ab dem Haushaltsjahr 2013
Mehrkosten 3.785,00€ Miet- und Pachtzahlung ab dem Haushaltsjahr 2013
Ggf. Frühere Behandlung des Beratungsgegenstandes (Gremium, Datum, TOP, Drucksachen-Nr.)

Bezirksvertretung Mitte 02.09.2010, Stadtentwicklungsausschuss 14.09.2010, Rat der Stadt
Bielefeld 23.09.2010 (Drs,-Nr. 1260/2009-2014)
Bezirksvertretung Mitte 07.04.2008 (Drs,-Nr. 4992/2004-2009)
Bezirksvertretung Mitte 19.04.2012 (Drs,-Nr. 4000/2009-2014)
Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Mitte und der Betriebsausschuss Immobilienservicebetrieb stimmen der
Entwurfsplanung (s. Anlage) des Landschaftsarchitekturbüros Kortemeier Brokmann aus
Herford, zur Umgestaltung der Eingangssituation im Bereich der August-Bebel-Straße/
Werner-Bock-Straße und des Spielbereiches westlich des Wiesenbades entsprechend der
Vorlage und dem Entwurf zu.
Begründung:

In dieser ergänzenden Vorlage zur Beschlussvorlage 4000/2009-2014 wird zu den Nachfragen
und Anregungen aus der letzten Sitzung der BV Mitte am 19.04.2012 Stellung zu den folgenden

Punkten genommen:
1) Maßnahmen
am
Eingangsbereich
zum
Grünzug
August-Bebel-Straße/Werner-Bock-Straße und die Abstimmung mit angrenzenden
Planungen
2) Spielflächenbedarf und Einzugsbereiche
3) Ergänzungen zur Entwurfsplanung „Spielbereich westlich des Wiesenbades“
4) Erläuterung der Miet- und Pachtzahlungen
5) Folgekosten
6) Grünpflegekonzept
1) Maßnahmen
am
Eingangsbereich
zum
Grünzug
August-Bebel-Straße/Werner-Bock-Straße und die Abstimmung mit angrenzenden
Planungen
Der Eingangsbereich in den Grünzug, der umgestaltet werden soll, grenzt unmittelbar an den
Straßenraum August-Bebel-Straße/Ecke Werner-Bock-Straße und steht im Zusammenhang mit
den Planungen zur Umgestaltung des Kesselbrinks einschließlich der dazugehörigen
Straßenräume. Daher wurde die geplante Maßnahme bereits im Vorfeld mit dem Amt für Verkehr
und dem beauftragten Verkehrsplanungsbüro abgestimmt. Diese Maßnahme leitet sich aus der
Maßnahme F5.3 Rad- und Fußwegeverbindung Kesselbrink/Ostbahnhof des integrierten
städtebaulichen Entwicklungskonzeptes „Nördlicher Innenstadtrand“ ab.
Des Weiteren wurde in der Planung der potentielle Trassenverlauf der Stadtbahn der Linie 5 nach
Heepen berücksichtigt. In diesem Bereich finden keine Umgestaltungsmaßnahmen statt.
Nachfolgend sind stichpunktartig die Ausgangsituation und die geplanten Maßnahmen dargestellt:
Vorher:
 Auf der Grünfläche neben dem BLB-Gebäude sind noch Fragmente einer Stufenanlage
mit Stützmauer und ins Leere laufende Wege des früheren Bades vorhanden. Diese
Elemente sind abgängig und ungenutzt.
Nachher:
 Erhalt des vorhandenen Hauptweges
 Ersatz der Treppenanlage mit Stützmauer durch Cortenstahl mit Bankauflage
 Ergänzung der Rasenflächen nach Entfernung der Einbauten, wodurch eine
zusammenhängende Grünfläche entsteht
 Entfernung einer Bank an der Werner-Bock-Straße
 Ausrundung der Wege unter Verwendung der Pflastersteine von den Rückbauflächen
2) Spielflächenbedarf und Einzugsbereiche
Der Spielplatz westlich des Wiesenbades wird im Rahmen der vom Umweltamt durchgeführten
Spielflächenbedarfsermittlung dem Untersuchungsraum 96 „Ravensberger Park“ (UR 96)
zugeordnet. Dieser Untersuchungsraum ist durch die stark befahrenen Straßen
Werner-Bock-Straße, die August-Bebel-Straße, die Heeper Straße und die Straße Am Stadtholz
begrenzt, da diese Straßenräume insbesondere für Kinder von 0-12 Jahren eine Barriere
darstellen.
Der Deckungsgrad an Spielflächen innerhalb des UR 96 beträgt ca. 40% und liegt direkt im
Grenzbereich zwischen einer mäßigen Versorgung und einer starken Unterversorgung.
Innerhalb des Untersuchungsraumes besteht ein Defizit an Spielflächen von ca. 1.600 m², das
sich in den vergangenen Jahren auf Grund der Wohnbebauung nördlich des Wiesenbades und
auf dem ehemaligen Hallenbadgelände noch weiter verstärkt hat. Die angrenzenden
Untersuchungsräume sind mit Spielflächen ebenfalls nur als stark unterversorgt bis mäßig
versorgt zu bezeichnen.

Der vorhandene Kleinkinderspielplatz ist der einzige Kinderspielplatz innerhalb des
Untersuchungsraumes und übernimmt damit die vollständige Versorgung. Da im Vergleich mit
den Jugendlichen (37) fast doppelt so viele Kinder im Alter von 0-12 Jahren (73) innerhalb des
Untersuchungsraumes leben, und diese räumlich auf die Spielfläche westlich des Wiesenbades
angewiesen sind, wurde bei der Umgestaltung des Kinderspielplatzes der Schwerpunkt auf die
Altersgruppe 0-12 Jahren gelegt.
3) Ergänzungen zur Entwurfsplanung „Spielbereich westlich des Wiesenbades“
Grundsätzlich wurden die Spielgeräte so ausgewählt, dass sie sowohl von Kindern als auch von
Jugendlichen genutzt werden können. Je nach Belieben ist das Klettern auf den Geräten, das
„Chillen“ auf den Netzen, aber auch das Ballspielen auf der neuen zusammenhängenden großen
Wiese möglich. Neben dem neuen Spielangebot wird die Anregung der Bezirksvertretung Mitte
aufgenommen, die bestehenden Tischtennisplatten in die Planung zu integrieren. Sie werden
zukünftig auf den befestigten Flächen des Spielstreifens aufgestellt. Die Torwand soll dagegen im
„StadtSpielGarten“ aufgestellt werden. Diese Spielfläche liegt im angrenzenden
Untersuchungsraum 95 „Schlachthofviertel“ und ist problemlos von den Jugendlichen erreichbar.
Bei der Planung und Realisierung dieser Spielfläche wird speziell ein Fokus auf die Altersgruppe
der 12-18-jährigen gelegt. Die Entwurfsplanung des „StadtSpielGartens“ an der Frachtstraße
wurde von der Bezirksvertretung Mitte am 13.10.2011 beschlossen (Dr.-Nr. 3129/2009-2014). In
den beigefügten Anlagen sind die beschriebenen Spielflächen (bestehende und geplante) sowie
die jeweiligen Einzugsbereiche dargestellt.
Nachfolgend sind stichpunktartig die Ausgangsituation und die geplanten Maßnahmen dargestellt:
Vorher:
 Zerteilung Grünfläche und Spielfläche durch Wege, Fahrradfahrer haben Vorrang
 Spielplatzbereich ist begrenzt durch Zäune, wirkt sehr beengt
 Zergliederung der Fläche in viele Kleinflächen, teilweise unübersichtlich und pflegeintensiv
 reduziertes Spielangebot (abgebaute Bolzplatzmöglichkeit) durch neu entwickelte
Wohnbebauung
Nachher:
 westlicher Weg bleibt bestehen und wird auch für Fahrradfahrer reaktiviert
 Zerteilung der Grünfläche durch Wege wird aufgehoben;
eine große zusammenhängende Wiesenfläche entsteht
 Ausrundung der Wege unter Verwendung der Pflastersteine von den Rückbauflächen
 drei Spielbereiche mit Spielgeräten aus einer Stahl-Seilkombination, Garnrollen
umsponnen mit Seilen. Der östliche Spielbereich geht mit einer Rutsche, Matschtischen
und Schaukelelementen zusätzlich auf die Bedürfnisse kleinerer Kinder ein.
 Vorhandene Tischtennisplatten werden integriert
 Weitestgehender Erhalt des Baumbestandes bzw. Ergänzung des Baumbestandes
 Bänke mit unterschiedlichen Orientierungen und Sichtbeziehungen werden ergänzt
 Torwand entfällt nicht ersatzlos, sondern wird im StadtSpielGarten integriert
 das Entstehen neuer Trampelpfade wird durch das neue Spielband mit unterschiedlichen
Materialitäten verhindert.
4) Erläuterung der Miet- und Pachtzahlungen
Die Miet- und Pachtzahlungen des Umweltamtes an den ISB ergeben sich bei Investitionen auf
Grundlage der im Eckwertepapier zur Kalkulation von Mieten des ISB festgelegten Sätze. Die
Zahlungen werden fällig im Jahr nach der Inbetriebnahme einer Baumaßnahme. Die einzelnen
Maßnahmen werden in einer Mietenliste des ISB geführt und jährlich fortgeschrieben.
Die Miet- und Pachtzahlungen für neue Maßnahmen werden nach erfolgter verwaltungsinterner
Abstimmung in den Haushaltsplan eingestellt. Die Miet- und Pachtzahlungen an den ISB haben

sich von 5.298.015 € in 2011 auf 5.384.383 € in 2012 erhöht und sind im Haushaltsplan im
Teilergebnisplan (Natur- und Landschaftspflege, Öffentliches Grün) in den „sonstigen
ordentlichen Aufwendungen“ enthalten.
5) Folgekosten
Durch die Einbeziehung der vorhandenen Tischtennisplatten erhöht sich die
Folgekostenberechnung zur Vorlage 4000/2009-2014 um 240,00€. Insgesamt werden die
Folgekosten für die Grünunterhaltung dennoch um - 358,00 € geringfügig gesenkt. Die bereits
finanzierten Grünunterhaltungskosten lagen bei 33.625,00€ jährlich, sie betragen künftig
insgesamt 33.267,00€ jährlich.
Die Berechnung der Folgekosten für die Grünunterhaltung erfolgt auf der Grundlage und
Fortschreibung der Organisationsuntersuchung im Bereich Grünunterhaltung des ehemaligen
Garten-, Forst- und Friedhofsamtes von Januar 1983.
.
6) Grünflächenkonzept
Seit Mitte des Jahres 2009 ist im Umweltbetrieb im Geschäftsbereich Grünflächen und Friedhöfe
eine Organisationsuntersuchung durch ein externes Beratungsbüro durchgeführt worden.
Die Systematik eines neuen Grünflächenkonzeptes sowie die Grundsätze für die künftige Pflege
der Grünanlagen wurde den politischen Gremien als Ergebnis des Gutachtens im Zeitraum von
Anfang Februar bis Ende März 2012 vorgestellt und beschlossen (Dr.-Nr. 3378/2009-2014).
Das Konzept der Gutachterin wird zz. von der Verwaltung detailbezogen überarbeitet und
abgeglichen, um es für den Folgeschritt zur Diskussion und Beschlussfassung über die
einzelnen städtischen Grünanlagen in den zuständigen Gremien aufzubereiten. Dies ist ein
laufender Prozess, der auf Planungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht anwendbar ist.
Voraussichtlich ist diese Anlage nach der angestrebten Zuordnung als 4-Sterne-Anlage mit dem
Pflegelevel 1 einzuordnen.
Beigeordnete

Anja Ritschel

Wenn die Begründung länger als drei
Seiten ist, bitte eine kurze
Zusammenfassung voranstellen.