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Antrag Jakobskreuzkraut

                                    
                                        Drucksachennummer 8700/2014-2020

An den
Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz
Herrn Julkowski-Keppler

Bielefeld, 8. April 2019

Antrag zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz am 30. April 2019
Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz bittet die Verwaltung:
1. Bis zur Sommerpause 2019 eine Ansprechperson von Seiten der Verwaltung zu benennen, an die sich betroffene Landwirte, aber auch Privatpersonen, wenden können, die Probleme mit dem Jakobskreuzkraut
(auch auf benachbarten Flächen, Straßenbegleitgrün, etc.) haben. Gemeinsam soll eine zielführende Lösung
(z.B. durch Zusatzmahden) für den betreffenden (Nachbar-)Standort gefunden werden. Diese Ansprechperson ist der Öffentlichkeit in geeigneter Form (u.a. durch die Presse, über die Landwirtschaftskammer und die
Imkervereine) zur Kenntnis zu geben.
2. Mit Straßen.NRW Kontakt aufzunehmen, mit dem Ziel abzuklären, ob bei straßenbegleitenden Einsaaten solches Saatgut verwendet wird, in dessen Zusammensetzung Jakobskreuzkraut enthalten ist. Sollte dies der
Fall sein, dann dahingehend einzuwirken, dass ausschließlich Saatgut ohne Samen des Jakobkreuzkrautes
verwendet wird.

Begründung:
Das Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze, die als Pionier besonders gerne Ruderalflächen besiedelt. Doch
auch auf Wiesen und Weiden sind mittlerweile größere Bestände zu finden. Bestandspeaks des Jakobskreuzkrautes
sind in den letzten Jahrzehnten immer mal wieder vorgekommen, danach brachen die Populationen durch natürlich
Regulationsmechanismen jedoch wieder zusammen.
Derzeit befinden wir uns in Bielefeld wieder in einer „Hochphase“, was die Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes betrifft. Problematisch sind die, in der Pflanze vorkommenden, Pyrrolizidin-Alkaloide, die bei Aufnahme durch die Nahrung kummulativ zu Leberschäden bei Mensch und Tier führen können. Von Seiten der Landwirtschaft häufen sich
die Klagen darüber, dass von städtischen Flächen oder Straßenbegleitgrün das JKK in ihre Wiesen einwandert und sie
in der Folge das dort gewonnene Heu nicht mehr an ihre Tiere verfüttern können.

gez.
Ole Heimbeck
SPD

Klaus Feurich
Bündnis 90/Die GRÜNEN

Martin Schmelz
Bürgernähe/Piraten