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V10603 III Hi 12 1ae Anlage B Planunterlagen

                                    
                                        Anlage

B

1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12
„Wohngebiet Auf der Breede“
-

Abgrenzungsplan des Geltungsbereichs
Bebauungsplan Nr. III/Hi 12
Bestandsplan
Gestaltungsplan
Straßenansicht und Querschnitt
Nutzungsplan
Textliche Festsetzungen

Stand: Satzung; März / 2020

B1

STADT BIELEFELD
1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12
„Wohngebiet Auf der Breede“
Stadtbezirk:

Stieghorst

Plangebiet:

Teilbereich östlich der Fredeburger Straße, südlich Lipper
Hellweg, westlich der Selhausenstraße

Planunterlagen
Verfahrensstand: Satzung
Verfasser:
Stadt Bielefeld Bauamt – 600.52
Drees & Huesmann  Planer

Vennhofallee 97, 33689 Bielefeld

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B2

Übersichtsplan / Abgrenzungsplan des Geltungsbereiches – ohne Maßstab

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B3

Bebauungsplan Nr. III/Hi 12 – Ausschnitt Baunutzungsplan

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B4

Bestandsplan – ohne Maßstab

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B5

1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 „Wohngebiet Auf der Breede“
Entwurf Gestaltungsplan – ohne Maßstab

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B6

Legende: Gestaltungsplan

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B7

1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 „Wohngebiet Auf der Breede“
Straßenansicht und Querschnitt (beispielhaft) – ohne Maßstab

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B8

1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 „Wohngebiet Auf der Breede“
Entwurf Nutzungsplan – ohne Maßstab

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B9

Angabe der Rechtsgrundlagen
Das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom
03.11.2017 (BGBl. I S. 3634);
die Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke (Baunutzungsverordnung - BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.11.2017
(BGBl. I S. 3786);
das Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) vom 29.07.2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert
durch Artikel 8 des Gesetzes vom 13.05.2019 (BGBl. I S. 706);
§ 89 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbauordnung
2018 – BauO NRW 2018) in der Fassung der Bekanntmachung vom
03.08.2018 (GV. NRW. S. 421), geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom
26.03.2019 (GV. NRW. S. 193);
die Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) in der
Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV. NRW. S. 666), zuletzt
geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 11.04.2019 (GV. NRW. S. 202).
Anmerkung
Soweit bei den Festsetzungen von Baugebieten keine anderen Bestimmungen gemäß § 1 (4) - (10) BauNVO getroffen sind, werden die §§ 2 - 14
BauNVO Bestandteil des Bebauungsplanes.
Zuwiderhandlungen gegen die gemäß § 89 BauO NRW 2018 in den Bebauungsplan aufgenommenen Festsetzungen (örtliche Bauvorschriften) sind
Ordnungswidrigkeiten im Sinne des § 86 (1) Ziffer 20 BauO NRW 2018 und
können gemäß § 86 (3) BauO NRW 2018 als solche geahndet werden.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B 10

Textliche Festsetzungen, Zeichenerklärungen, Hinweise
Abgrenzungen / Füllschema der Nutzungsschablonen

0

Grenze des räumlichen Geltungsbereiches des Bebauungsplanes
gem. § 9 (7) BauGB

Abgrenzung unterschiedlicher Festsetzungen zwischen oder innerhalb von Bau- und sonstigen Gebieten
gem. § 1 (4) und § 16 (5) BauNVO

z.B.

Die im Nutzungsplan getroffenen Festsetzungen innerhalb einer Nutzungsschablone stehen in einem konditionalen Abhängigkeitsverhältnis
zueinander und können nicht mit den Festsetzungen in anderen Nutzungsschablonen kombiniert werden. Darüber hinaus gelten die nachfolgenden textlichen Festsetzungen.

Art der baulichen Nutzung

1

gem. § 9 (1) Ziffer 1 BauGB

1.1

Reines Wohngebiet gem. § 3 BauNVO
- WR Allgemein zulässig sind die Nutzungen gem. § 3 (2) Ziffer 1 BauNVO:
- Wohngebäude.
Ausnahmsweise können gem. § 1 (5) i.V.m § 3 (2) Ziffer 2 BauNVO zugelassen werden:
- Anlagen zur Kinderbetreuung, die den Bedürfnissen der Bewohner des
Gebiets dienen.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B 11

Nicht zulässig sind gem. § 1 ( 6) BauNVO die ausnahmsweise zulässigen
Nutzungen:
- Läden und nicht störende Handwerksbetriebe, die zur Deckung des
täglichen Bedarfes für die Bewohner des Gebiets dienen, sowie kleine
Betriebe des Beherbergungsgewerbes;
- sonstige Anlagen für soziale Zwecke sowie den Bedürfnissen der
Bewohner des Gebietes dienende Anlagen für kirchliche, kulturelle,
gesundheitliche und sportliche Zwecke.

Maß der baulichen Nutzung
gem. § 9 (1) Ziffer 2 BauGB

2

2.1

0,4
z.B. GR

Grundflächenzahl – GRZ, zulässige Grundfläche
gem. §§ 16, 17 und 19 BauNVO
maximal zulässige Grundflächenzahl (GRZ)

115 m²

maximal zulässige Grundfläche
Die festgesetzte maximal zulässige Grundfläche gilt für Wohngebäude
je Baugrundstück, einschließlich in baulichem Zusammenhang stehenden überdachten Terrassen, Wintergärten u.ä. (Außenumfang).
Die Überschreitung der zulässigen Grundfläche gem. § 19 (4) BauNVO
ist im gesamten Plangebiet auf die festgesetzte GRZ von 0,4 zu beziehen.
2.2

0,8
z.B. GF

Geschossflächenzahl – GFZ, zulässige Geschossfläche
gem. §§ 16, 17 und 20 BauNVO
maximal zulässige Geschossflächenzahl (GFZ)

315 m²

maximal zulässige Geschossfläche
Die jeweils festgesetzte maximal zulässige Geschossfläche gilt je
Baugrundstück für Wohngebäude, die mit Flachdach ausgeführt werden.
Gemäß § 21a (1) und (4) BauNVO sind bei der Ermittlung der Geschossfläche und der Geschossflächenzahl Tiefgaragen, die vollständig unterhalb der Erdoberfläche liegen, nicht anzurechnen.
2.3

z.B. III

Zahl der Vollgeschosse im Sinne des § 2 (5) BauO NRW
gem. §§ 16 und 20 BauNVO
maximale Zahl der zulässigen Vollgeschosse
Gemäß § 21a (1) BauNVO sind Tiefgaragen, die vollständig unterhalb
der Erdoberfläche liegen, nicht auf die Zahl der Vollgeschosse anzurechnen.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B 12

2.4
GH 9,00 10,00

Höhe baulicher Anlagen
gem. §§ 16 und 18 BauNVO
Gebäudehöhe in Metern als Mindest- und Höchstmaß

TH 6,50

maximal zulässige Traufhöhe in Metern

FH 9,50

maximal zulässige Firsthöhe in Metern

z.B. 168,88

Unterer Bezugspunkt:
Als unterer Bezugspunkt zur Bestimmung der Höhe der baulichen
Anlagen gemäß § 18 (1) BauNVO gilt die jeweils innerhalb der festgesetzten überbaubaren Grundstücksflächen eingetragene NHN-Höhe
(m ü. NHN – Normalhöhennull). Der untere Bezugspunkt ermittelt sich
durch den zu interpolierenden Schnittpunkt auf der Achse zwischen
den beiden dem jeweiligen Gebäude nächstgelegenen NHN-Höhen
und einer Senkrechten vom Mittelpunkt der zur Erschließungsseite
zugewandten Gebäudeseite des Hauptbaukörpers.
Bei einem Abtrag / einer Abgrabung des Baugrundstückes zum Zwecke der niveaugleichen Erstellung der Gebäude-Bodenplatte mit der
Planstraße ist ein Unterschreiten der festgesetzten unteren Bezugspunkte bis maximal 0,50 m zulässig.
Ausnahmsweise und unter Berücksichtigung des Nachbarschutzes
können geringfügige Abweichungen zugelassen werden.
Oberer Bezugspunkt:
Als oberer Bezugspunkt für die festgesetzte Firsthöhe gilt beim geneigten Dach (GD) der Schnittpunkt der Dachhaut (First) und bei der Gebäudehöhe (GH) beim Flachdach die Oberkante Attika. Der Traufpunkt
wird gebildet durch die Schnittlinien der Außenflächen der Außenwand
mit der Dachhaut.
Aufschüttungen und Abgrabungen sowie An- und Abböschungen sind
allgemein zulässig.

3

Bauweise, die überbaubaren und nicht überbaubaren
Grundstücksflächen sowie Stellung baulicher Anlagen
gem. § 9 (1) Ziffer 2 BauGB
3.1

Bauweise
gem. § 22 BauNVO

o

offene Bauweise

a

abweichende Bauweise
Abweichend von der offenen Bauweise wird festgesetzt, dass die Baukörper an der Erschließungsstraße zugewandten Seite lediglich mit
einer Breite von insgesamt max. 7,00 m zulässig sind.

E

nur Einzelhäuser zulässig

ED

nur Einzel- und Doppelhäuser zulässig

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B 13

3.2

Überbaubare Grundstücksfläche
gem. § 23 BauNVO
Baugrenze
Baugrenze zur Abgrenzung der maximalen überbaubaren Grundstücksflächen, soweit die festgesetzte maximal zulässige Grundfläche
bzw. Grundflächenzahl nicht entgegensteht.

4

Flächen für Nebenanlagen, Stellplätze und Garagen
gem. § 9 (1) Ziffer 4 und 22 BauGB
Bei Gebäuden, die in abweichender Bauweise gemäß den Festsetzungen unter 3.1 ausgeführt werden, ist je Baugrundstück maximal
eine Garage zulässig. Diese sind mindestens 1,00 m hinter die vorderste, der Straßenverkehrsfläche zugewandten Kante des Hauptgebäudes abzurücken. Hiervon ausgenommen ist die Errichtung einer
Garage grenzständig an die südliche Geltungsbereichsgrenze (südliche Grenze des Flurstücks 104).
Carports können in den zuvor genannten Fällen im baulichen Zusammenhang mit dem Hauptgebäude an drei Seiten geschlossen errichtet
werden, sind jedoch an der Straßenverkehrsfläche zugewandten Seite
zwingend offen auszuführen.
Carports vollständig ohne Umfassungswände sind auch in den Bereichen zwischen der festgesetzten vorderen Baugrenze und der Straßenbegrenzungslinie zulässig.
Nebenanlagen i.S. des § 14 (1) BauNVO sind gem. § 23 (5) BauNVO
in den Bereichen zwischen der festgesetzten vorderen Baugrenze und
der Straßenbegrenzungslinie mit bis zu 10 m³ Brutto-Rauminhalt je
Baugrundstück zulässig.
Bei Grundstücken, die ausschließlich über ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht erschlossen werden, sind Nebenanlagen i.S. des § 14 (1)
BauNVO gem. § 23 (5) BauNVO in den Bereichen zwischen den
Wohngebäuden und der Erschließungsflächen mit bis zu 10 m³ BruttoRauminhalt je Baugrundstück zulässig.

5

Höchstzulässige Zahl der Wohnungen in Wohngebäuden
gem. § 9 (1) Nr. 6 BauGB

z.B. 2 WE

Anzahl der maximal zulässigen Wohneinheiten

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

B 14

6

Verkehrsflächen
gem. § 9 (1) Ziffer 11 BauGB

AW

6.1

Straßenbegrenzungslinie

6.1

Öffentliche Verkehrsfläche mit allgemeiner Zweckbestimmung

6.2

Verkehrsfläche mit besonderer Zweckbestimmung (privat)

6.3

Zweckbestimmung: Anliegerwohnweg

7

Führung von Versorgungsanlagen und -leitungen; mit Geh-,
Fahr- und Leitungsrechten zu belastende Flächen
gem. § 9 (1) Ziffer 12, 13 und 21 BauGB

7.1

Führung von unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen
vorhandener Mischwasserkanal

geplanter Schmutzwasserkanal

geplanter Regenwasserkanal

gepl. Einleitungsstelle

vorhandene Wasserversorgungsleitung

geplante Wasserversorgungsleitung

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

B 15

vorhandenes 110 000 Volt Hochspannungskabel

7.2

GFL 1

GFL 2

Mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten zu belastende Flächen
Geh-, Fahr- und Leitungsrecht zugunsten der Anlieger sowie der Verund Entsorgungsträger (Stadtwerke Bielefeld GmbH, Stadt Bielefeld Umweltbetrieb)
Geh-, Fahr- und Leitungsrecht zugunsten der Ver- und Entsorgungsträger (Stadtwerke Bielefeld GmbH, Stadt Bielefeld - Umweltbetrieb)

Bei geplanten Anpflanzungen sind innerhalb der festgesetzten Geh-,
Fahr- und Leitungsrechte keine tiefwurzelnden Bäume oder Sträucher
vorzusehen.
Hinweis:
Die Stadt Bielefeld – Umweltbetrieb – ist berechtigt, in den privaten
Grundstücks- / Verkehrsflächen Entwässerungsleitungen zu verlegen,
zu haben, zu betreiben, zu unterhalten, zu erneuern und ggf. zu vergrößern. Zu diesem Zweck sind die Beauftragten der Stadt Bielefeld
oder die sonst von ihr beauftragten Personen berechtigt, die Grundstücke zu betreten und zu befahren. Der Eigentümer der privaten Grundstücks- / Verkehrsflächen darf in einem Abstand bis zu 2,50 m beiderseits der Rohrachse keine Maßnahmen durchführen, die den Bestand
und Betrieb der Leitungen gefährden. Insbesondere darf er diesen
Duldungsstreifen weder überbauen, noch mit tiefwurzelnden Bäumen
oder Büschen bepflanzen oder Bodenaufschüttungen (z.B. Lärmschutzwall) vornehmen. Die Anfahrbarkeit der Kanalschächte ist jederzeit zu gewährleisten. Zu diesem Zweck ist der Straßenaufbau nach
der Richtlinie zur Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen
(RStO 12) auszuführen, so dass schwere LKW (Spülfahrzeuge, etc.)
den Privatweg schadlos befahren können.
8

Grünflächen gem. § 9 (1) Ziffer 15 BauGB

Grünflächen (privat)

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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9

Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung
von Boden, Natur- und Landschaft
gem. § 9 (1) Ziffer 20 BauGB
Um Gefährdungen von Tier- und Pflanzenarten des Anhangs IV der
FFH-Richtlinie und von europäischen Vogelarten zu vermeiden oder zu
mindern sind folgend aufgeführte Maßnahmen zur Vermeidung durchzuführen. Unter Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Vermeidungsmaßnahmen ist die Vereinbarkeit der Planung in Bezug auf die
Verbotstatbestände des § 44 (1) Ziffern 1 – 3 BNatSchG gegeben:
9.1

Vermeidungsmaßnahmen zum Schutz von europäischen Vogelarten
Zur Vermeidung der Verbotstatbestände gem. § 44 (1) Ziffer 1
BNatSchG darf die Inanspruchnahme von Gehölzen nur außerhalb der
Brut- und Aufzuchtszeit von Vögeln (01. März bis 30. September) erfolgen. Sind Fäll- und Rodungsarbeiten innerhalb der Brut- und Aufzuchtszeit von Vögeln nicht zu vermeiden, ist vor Beginn der Maßnahmen sicherzustellen, dass keine Bruten an den Gehölzen stattfinden.
Werden Bruten festgestellt, sind die Rodungsmaßnahmen bis zum
Abschluss-/der Aufgabe der Brut und Aufzucht der Jungen zu verschieben.

10

Maßnahmen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche
gem. § 9 (1) Ziffer 24 BauGB

Im gesamten Plangebiet treten mischgebietstypische Lärmvorbelastungen durch Straßenverkehrslärm von 55 dB(A) bis ≤ 60 dB(A) auf
(LDEN: Day, Evening, Night: Mittelungspegel über einen Zeitraum von
24 Stunden).
Die Wohnungsgrundrisse sind so auszurichten, dass schutzbedürftige
Wohn- und Schlafräume, einschließlich Außenwohnbereiche (Terrassen, Balkone), zur lärmabgewandten Seite angeordnet werden.
Sollte eine lärmabgewandte Grundrissorientierung in Gänze nicht
möglich sein, sind alternativ an der lärmzugewandten Seite verbleibende Wohn- und Schlafräume vor Lärmeinwirkungen derart zu schützen, dass die erforderlichen Innenschallpegel für Wohnräume
(35 dB(A)) tags und Schlafräume nachts (30 dB(A)) gemäß VDI 2719
eingehalten werden.
Außenwohnbereiche sind durch entsprechende Ausrichtung, so zu
schützen, dass die Einhaltung von Beurteilungspegeln von 55 dB(A)
tagsüber gewährleistet ist. Hiervon kann abgewichen werden, wenn
wohnungsbezogen nachgewiesen werden kann, dass ein weiterer
Außenwohnbereich bereits den vorgenannten Bestimmungen entspricht.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

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Für den Fall, dass ausschließlich nach Süden, Norden oder Osten
ausgerichtete Außenwohnbereiche errichtet werden, sind diese durch
bauliche Maßnahmen (z.B. verglaste Wintergärten) so zu schützen,
dass die Einhaltung von Beurteilungspegeln von 55 dB(A) tagsüber
gewährleistet ist.
Gemäß DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ sind Gebäudeseiten und
Dachflächen von schutzbedürftigen Räumen mit einem resultierenden
bewerteten Schalldämm-Maß R’W,ges von 30 dB zu realisieren.
Von der vorgenannten Festsetzung kann abgewichen werden, wenn im
Rahmen eines Einzelnachweises nach DIN 4109 ermittelt wird, dass
geringere Maßnahmen ausreichen, um den erforderlichen Schallschutz
sicherzustellen.
Hinweis:
Im Allgemeinen erfüllen Fenster, die der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen, bereits den o.g. Anforderungen bei
ansonsten üblicher Massivbauweise und üblichem Flächenverhältnis
von Außenwand zu Fenster.

11

Örtliche Bauvorschriften
gem. § 9 (4) BauGB i. V. m. § 89 BauO NRW

11.1

Dachform, Dachneigung

FD

Flachdach

GD

Geneigtes Dach

40°-48°

Dachneigung, mindestens 40° bis maximal 48°

11.2

Abstandsflächen
Gemäß § 89 (1) Ziffer 6 BauO NRW wird festgesetzt, dass innerhalb
der festgesetzten WR 1- und WR 2- Gebiete bei Gebäuden, die in
abweichender Bauweise gemäß den Festsetzungen unter 3.1 ausgeführt werden, abweichend von § 6 (5) BauO NRW das Maß der Abstandsflächentiefe an den Nord und Süd ausgerichteten Gebäudeseiten 0,3 H, mindestens jedoch 3 m, beträgt.

11.3

Geschossigkeit
Geschosse, die über einem dritten Geschoss errichtet werden, sind
ausschließlich als Nicht-Vollgeschoss gem. § 2 (5) BauO NRW zulässig.
Bei Gebäuden, die in abweichender Bauweise gemäß den Festsetzungen unter 3.1 ausgeführt werden, ist das jeweils oberste Geschoss mit
maximal 40 % der Grundfläche des darunter liegenden Geschosses
auszuführen und bündig zu der von der Straßenverkehrsfläche abgewandten Gebäudeaußenwand anzuordnen.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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Bei Baugrundstücken, die ausschließlich über ein Geh-, Fahr- und
Leitungsrecht erschlossen werden, ist bei Gebäuden, die in abweichender Bauweise gemäß den Festsetzungen unter 3.1 ausgeführt
werden, das jeweils oberste Geschoss ebenfalls mit maximal 40 % der
Grundfläche des darunter liegenden Geschosses auszuführen und
bündig zu der mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten belegten Flächen
abgewandten Seite anzuordnen.
Bei der vorgenannten Regelung zur Ausgestaltung eines vierten Geschosses sind Kellergeschosse oder Tiefgaragen, die vollständig unterhalb der Erdoberfläche liegen, nicht auf die Zahl der Geschosse
anzurechnen.

Sonstige Hinweise
Geförderter Wohnungsbau
Im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus können auch
Mieteinfamilienhäuser mit ein bis zwei Wohneinheiten realisiert werden. Alternativ kann im Einzelfall auch die Eigentumsförderung für
selbstnutzende Antragsteller genutzt werden.
Hinweise zu Ingenieurbauwerken zur Erschließung des Plangebietes
Vor Aufnahme der Arbeiten für die Erschließung des geplanten Wohngebietes (Kanal‐/Straßen‐/ Hochbauarbeiten) ist eine Bestandsaufnahme der Stützwand an der Selhausenstraße in Höhe von Haus‐Nr.
149/151 als Beweissicherung durchzuführen, da die Verkehrsfläche
oberhalb der Stützwand eine erhebliche Mehrbelastung durch Schwerlastverkehr während der Bauphase erfährt. Es könnte zu Verformungen oder Schäden an der Stützmauer kommen. Die Durchführung des
Beweissicherungsverfahrens wird vom Amt für Verkehr der Stadt Bielefeld veranlasst. Die Kosten für die Beweissicherung trägt der Projektentwickler. Falls die Stützwand den Bauprozess nicht schadlos überstehen sollte und ersetzt werden müsste, ist mit Kosten von rd.
250.000 € zu rechnen, die vom Projektentwickler zu tragen sind.
Hinweise zur Niederschlagswasserableitung:
Für die Einleitung von Niederschlagswasser in den Selhausenbach ist
rechtzeitig vorab ein Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis gemäß § 8 WHG bei der Unteren Wasserbehörde zu stellen.
Mit dem Bau der Einleitungsstelle darf erst nach Vorliegen der wasserrechtlichen Erlaubnis begonnen werden.
Aufgrund der Höhen- und Geländeverhältnisse ist bei der Planung der
endgültigen Geländehöhen und der befestigten Flächen besonders die
schadlose und ordnungsgemäße Ableitung des Oberflächenwassers
zu berücksichtigen.
Hinweise zur Überflutungsvorsorge
Zum Schutz vor Überflutung durch außergewöhnliche Regenereignisse
oder unvorhersehbare Betriebsstörungen sollten die im Plangebiet neu
zu bebauenden Grundstücke durch geeignete konstruktive Maßnahmen überflutungssicher ausgestaltet werden. Als Bezugshöhe für die
erforderlichen Maßnahmen gilt die Straßenoberfläche. Es werden u.a.
Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

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folgende bauliche Maßnahmen empfohlen:
Erdgeschossfußböden sollten mindestens in einer Stufenhöhe oberhalb der Bezugshöhe angeordnet werden. Tiefgaragen, Keller, Souterrainwohnungen und sonstige Räume unterhalb der Bezugshöhe sollten
überflutungssicher ausgebildet werden, d.h. Kellerfenster und Kellerschächte sowie Zugänge, Zu- und Ausfahrten sind durch geeignete
Maßnahmen (z.B. durch ausreichend hohe Aufkantungen/Schwellen
gegenüber der Bezugshöhe) gegen oberflächliches Eindringen von
Niederschlagswasser zu schützen. Die detaillierte Ausgestaltung ist
unter Berücksichtigung der tatsächlichen bzw. geplanten Geländeverhältnisse festzulegen.
Hinweise zu Erd- / Tiefbauarbeiten:
Es wird empfohlen, den Bodenaushub soweit wie möglich im Plangebiet zu verwerten.
Weist bei Durchführung von Bauvorhaben der Erdaushub auf außergewöhnliche Verfärbung hin oder werden verdächtige Gegenstände
beobachtet, sind die Arbeiten aus Sicherheitsgründen sofort einzustellen und die Feuerwehrleitstelle – Tel. 0521/512301 – oder die Polizei
Tel. 0521/5450 – zu benachrichtigen.
Es wird empfohlen die nach dem Abtrag der Böden im Planungsniveau
anstehenden Böden zu beproben und in einer repräsentativen Mischprobe auf die Prüfwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung für den Wirkungspfad Boden-Mensch zu untersuchen (Tabelle
1.4 in Anlage 2 der BBodSchV vom 27.09.2017).
In allen Straßen bzw. Gehwegen sind geeignete und ausreichende
Trassen mit einer Leitungszone in einer Breite von ca. 1,00 m für die
Unterbringung der Telekommunikationslinien der Telekom vorzusehen.
Für den rechtzeitigen Ausbau des Telekommunikationsnetzes sowie
die Koordinierung mit dem Straßenbau und den Baumaßnahmen der
anderen Leitungsträger ist es notwendig, dass Beginn und Ablauf der
Erschließungsmaßnahmen im Bebauungsplangebiet der Deutschen
Telekom Netzproduktion GmbH so früh wie möglich, mindestens 3
Monate vor Baubeginn, schriftlich angezeigt werden.
Der Anschluss von Hausdrainageleitungen an die öffentliche Kanalisation ist unzulässig. Die Kellerfenster und Kellerschächte sind durch
geeignete bauliche Maßnahmen gegen eindringendes Grundwasser zu
schützen. Nach Möglichkeit ist ein oberflächliches Eindringen von
Niederschlagswasser in die Kellerlichtschächte zu verhindern. Dem
Anschluss einer Ablaufleitung von den Kellerlichtschächten in die öffentliche RW-Kanalisation kann im Einzelfall auf Antrag zugestimmt
werden.
Haftungsregelungen für benachbarte Waldflächen
Aufgrund der südlich an den Geltungsbereich angrenzenden Waldflächen ist mit dem Eigentümer eine privatrechtliche Regelung hinsichtlich
eventueller Haftungs- und Verkehrsschäden durch umfallende Bäume,
abbrechende Baumkronen oder herabfallende Äste zu treffen.
Hinweise zur Denkmalpflege:
Sofern bei Erdarbeiten kultur- oder erdgeschichtliche Bodenfunde oder
Befunde (etwa Tonscherben, Metallfunde, dunkle Bodenverfärbungen,
Knochen, Fossilien) entdeckt werden, ist nach §§ 15 und 16 des
Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)

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Denkmalschutzgesetzes die Entdeckung unverzüglich der Stadt oder
der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Bielefeld, Am Stadtholz 24 a, 33609 Bielefeld, Tel. 0251/591-8961 anzuzeigen und die
Entdeckungsstätte mindestens drei Werktage in unverändertem Zustand zu erhalten.
Hinweis auf die Nutzung von Geothermie
Zur Wärmeversorgung des Gebietes wird die Nutzung von Geothermie,
z.B. durch die Errichtung eines kalten Nahwärmenetzes empfohlen.
Laut geologischem Dienst NRW besteht ein gehobenes mittleres Potenzial (Klasse 3a) zur Nutzung von Erdwärmesonden ab einer Tiefe
von 40 m.
Hinweise zu Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe hat auf Grundlage
einer Luftbildauswertung festgestellt, dass innerhalb der rot gekennzeichneten Fläche in der nachfolgend abgebildeten Karte ein Absuchen der zu bebauenden Flächen und Baugruben unter Anwendung
der Anlage 1 TVV (Technische Verwaltungsvorschrift für die Kampfmittelbeseitigung im Land Nordrhein-Westfalen) erforderlich ist.
Tiefbauarbeiten sind rechtzeitig vor Baubeginn zur Untersuchung anzuzeigen. Darüber hinaus erfordern Spezialtiefbaumaßnahmen weitere
Sicherheitsprüfungen gem. Anlage 1 Nr. 5 TVV.
Innerhalb der grün gekennzeichneten Fläche sind keine Überprüfungsmaßnahmen bzw. Entmunitionierungsmaßnahmen erforderlich.
Allerdings sind die Arbeiten sofort einzustellen und die Feuerwehrleitstelle (Tel. 0521/512301) oder die Polizei (Tel. 0521/5450) zu benachrichtigen, wenn bei der Durchführung des Bauvorhabens der Erdaushub außergewöhnlich verfärbt ist oder verdächtige Gegenstände beobachtet werden.

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (Dezember / 2019)

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Bereiche, für die Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen erforderlich sind

Sonstige Darstellungen zum Planinhalt
Maßzahl (in m)
vorhandene Bebauung
vorhandene Flurstücksgrenze
1267

Flurstücksnummer

Stand: Satzung; 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. III/Hi 12 (März / 2020)